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Nach dem Kurs

Der Kurs ist vorbei.Jetzt kommt der Alltag

Ihr Kind hat geübt, wie es sich wehrt, ohne zuzuschlagen. Es hat Sätze gesagt, die es sich vorher nicht getraut hätte, und gemerkt, dass es damit durchkommt.

Was davon bleibt, entscheidet sich nicht im Kurs. Es entscheidet sich in den Wochen danach, bei Ihnen zu Hause. Hier steht, worauf es dabei ankommt.

Ihr Kind hat nichts falsch gemacht, wenn es nicht klappt

Der Kurs gibt Ihrem Kind Werkzeug in die Hand. Er macht es nicht über Nacht zu einem anderen Kind.

Es wird Tage geben, an denen Ihr Kind zurückschimpft, weint oder gar nichts sagt. Das ist kein Rückfall und kein Zeichen dafür, dass der Kurs nichts gebracht hat. Zwischen „ich weiß, wie es geht“ und „ich kann es in dem Moment, in dem mein Herz rast“ liegt Übung.

Was Ihr Kind dann am wenigsten braucht, ist die Frage, warum es denn nicht den Löwen gemacht hat.

Fragen Sie stattdessen, wie es ihm ging. Und erzählen Sie ihm, wann Sie selbst einmal nicht cool geblieben sind. Kinder lernen daraus mehr als aus jedem guten Rat.

Was Ihr Kind gelernt hat

Damit Sie mitreden können, wenn zu Hause davon die Rede ist:

  1. 1Mücke, Schaf und Löwe. Die Mücke ärgert, weil sie Aufmerksamkeit will. Das Schaf schimpft zurück, und genau das macht der Mücke Spaß, also hört sie nicht auf. Der Löwe bleibt ruhig und geht weg. Nicht aus Schwäche, sondern weil er es nicht nötig hat.
  2. 2Komm zum Punkt. Kurze, klare Ansagen wirken: „Lass meinen Arm los.“ Lange Erklärungen liefern nur neue Angriffsfläche. Und beim ersten Mal hört fast nie jemand zu, deshalb üben wir das Dranbleiben mit.
  3. 3Stopp sagen und ernst meinen. Wenn eine klare Ansage nicht reicht, kommt ein lautes, deutliches Stopp. Dazu die Haltung: aufrecht stehen, in normaler Lautstärke sprechen, nicht flüstern und nicht schreien.
  4. 4Jedes Gefühl ist richtig, aber nicht jede Handlung. Wütend sein darf Ihr Kind. Treten nicht. Dieser eine Satz trägt die ganze Gefühlsarbeit im Kurs.
  5. 5Nicht jede Meinung zählt gleich viel. Wenn jemand sagt, das T-Shirt sei hässlich, ist das eine Meinung, keine Tatsache. Wichtig ist, ob es Ihrem Kind gefällt. Ausdrücklich ausgenommen: Ihre Meinung, die der Lehrkräfte und die der engsten Freunde. Es geht nicht um Gleichgültigkeit, sondern um Auswahl.

Zwei Dinge, die mehr helfen als jede Übung

Energie

Ein müdes, hungriges, überreiztes Kind hat keine Kraft für Grenzen. Schlaf, Essen, Bewegung draußen, und möglichst wenig Dauerstreit über Dinge, die den Streit nicht wert sind. Das klingt banal und ist der größte Hebel, den Sie haben.

Ein sicherer Ort

Ihr Kind muss abends ankommen können, ohne sich zu erklären. In die Augen schauen, fragen, was heute schön war, in den Arm nehmen, wenn es das mag. Wer sich zu Hause sicher fühlt, traut sich draußen mehr.

Wenn mehr dahintersteckt

Manchmal reicht ein Gruppenkurs nicht. Wenn Ihr Kind über Wochen nicht zur Ruhe kommt, nicht mehr in die Schule oder die Kita will, schlecht schläft oder sich zurückzieht, dann geht es nicht mehr um Technik.

Sprechen Sie in dem Fall zuerst mit der Einrichtung. Die Erzieherinnen und Lehrkräfte sehen Ihr Kind jeden Tag in der Gruppe und bemerken oft mehr, als zu Hause ankommt.

Und wenn Sie jemanden brauchen, der in Ruhe mit Ihrem Kind allein arbeitet: In meiner Praxis in Lüdenscheid bin ich Heilpraktiker für Psychotherapie und begleite Kinder und Jugendliche einzeln. Was in einer Gruppe nicht geht, geht dort.

Anlaufstellen, unabhängig von mir

  • Nummer gegen Kummer: 116 111 Kostenlos und anonym für Kinder und Jugendliche. Für Eltern gibt es unter 0800 111 0 550 eine eigene Nummer.
  • schulpsychologie.nrw.de Die schulpsychologischen Dienste der Kreise, kostenlos.

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Etwa einmal im Monat schreibe ich Eltern, woran ich gerade arbeite und was sich im Alltag bewährt hat. Kein Verkauf, keine Massenmails.

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Neben den Kursen in Kitas und Schulen gibt es Nachmittagskurse, zu denen Sie Ihr Kind direkt anmelden können.

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Meine Praxis für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Lüdenscheid.

kleinehollenhorst.de

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